Congressstadt

Als Bundeshauptstadt wurden in Bonn immer mehr Kongress- und Konzerthallen gebaut, die kurz nach dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin leer stehen. Doch die Bundesstadt Bonn soll, im Bonn-Berlin- Gesetz festgelegt, auch nachdem Umzug der Regierung weiterhin wichtige politische Aufgaben wahrnehmen. So besagt das Gesetz die „Sicherstellung einer dauerhaften und fairen Arbeitsteilung zwischen der Bundeshauptstadt Berlin und der Bundesstadt Bonn“. Somit garantiert das Gesetz den Erhalt „politischer Funktionen in der Bundesstadt Bonn in festgeschriebenen Politikbereichen. Doch obwohl Bonn nun nicht mehr der Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland ist, ist es immer noch ein attraktiver Standort für Kongresse und Tagungen. Die dafür benötigten Voraussetzungen, sind die für die Regierung gebauten Gebäude, wie der Bundestag oder das Tagungshotel Petersberg, das durch seinen beeindruckende Lage zu Versammlungen einlädt. Aber auch das internationale Ansehen und die Kompetenz, die Bonn in mehr als vier Jahrzehnten als Regierungssitz erworben hat veranlassen internationale Einrichtungen sich am Rhein anzusiedeln. Hinzu kommt noch die selbst höchsten Ansprüchen genügendeInfrastruktur. Deshalb fühlen sich mittlerweile Menschen aus rund 140 Nationen in Bonn wohl. 

 

Der Plenarsaal, umfunktioniert zur Kongresshalle, ist bis zum 31. Dezember 2001 für alle zugänglich und verwendbar. Er wird mittlerweile benutzt um Tagungen, Konferenzen (Welt- Wüsten- Konferenz) und ähnliches abzuhalten.  Hierbei ist er durch seine moderne Technik und die Zusammenarbeit mit dem MARITIM- Hotel (zusammen das Internationales Congress Zentrum Bundeshaus Bonn) erste Wahl. Wobei man auch im Hotel selbst, die Möglichkeit hat einen Saal zu mieten um dort die Gespräche im kleineren Kreis fortzuführen.

 

All diese Einrichtungen sorgten dafür, dass in den letzten Jahren immer mehr Institutionen (vor allem UN- Einrichtungen) ihren Sitz nach Bonn verlegten. So ließen sich das „Sekretariat zu Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten“ (UNEP / CMS), das „Freiwilligen Programm der Vereinten Nationen“ (UNV), das „Sekretariat der Klimarahmenkonvention“ (UNFCCC), das „Sekretariat zur Bekämpfung der Wüstenbildung“ (UNCCD) und das Informationszentrum der UN (UNIC) in Bonn nieder. Dies hat Tagungen wie den Welt- Klima- Gipfel oder die der „Internationalen Arbeitsorganisation“ (ILO) und Feiern wie die des Tag der Vereinten Nationen am 24. Oktober zur Folge. 


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